Metasesarma aubryi

Care-Sheet Mangroven-Krabben

Metasesarma obesum
Dieses Care-Sheet dient zur ersten und allgemeinen Orientierung über diese Tiere und ist keineswegs als alleinige Information für alle Arten zu verwenden. Für detaillierte Informationen verweisen wir Sie auf folgende Bücher: Krabben-Fibel und den Taschenatlas Wirbellose

Ordnung: Die hier vorgestellten Mangroven-Krabben (vor allem Metasesarma aubryi –Rote Chamäleonkrabbe sowie Metasesarma notophorum – Marmorkrabbe) zählt man zu der Ordnung der Zehnfußkrebse (Dekapoda), wo sie wiederum in die Teilordnung der Echten Krabben (Brachyura) und die Familie der Landkrabben (Gecarcinidae) eingeordnet sind.

Verbreitung: Mangroven-Krabben haben ihr Verbreitungsgebiet Bereich des Indischen Ozeans. Manche Arten beschränken ihr Verbreitungsgebiet auf den Indo-Pazifischen Raum, andere Südost-Asien, während M. notophorum auch in Ostafrika und Madagaskar angetroffen werden kann. Mangroven-Krabben bewohnen dort Wälder in unmittelbarer Strandnähe oder Sand- bzw. Kiesstrände wie M. notophorum. Die Individuen sind auch oft in der Nähe von Süßwasser wie kleinen Bächen und Flüssen anzutreffen. Wie die meisten Krabben sind sie aber für die Entwicklung auf Salzwasser angewiesen.

Lebenserwartung: Mangroven-Krabben wie M. aubryi und M. notophorum können ein durchschnittliches Alter von drei bis vier Jahren erreichen.

Körpergröße: Der Carapax (Panzer) dieser Tiere wird bis zu 3 cm breit, somit gehören Sie zu den kleineren Vertretern der Landkrabben.

Aktivitätsphase: M. aubryi ist nachtaktiv und tagsüber bekommt man diese relativ scheuen Tiere kaum außerhalb ihres Versteckes zu sehen. M. notophorum hingegen sind sehr aktive Pfleglinge, die man durchaus auch tagsüber im Terrarium beobachten kann.

Nahrung: Vertreter von M. aubryi und M. notophorum sind Allesfresser (omnivor) und können daher mit verschiedenen Insekten (tote Heimchen und kleinen Heuschrecken), Regenwürmern, Fisch-Stücken (von Speisefischen wie Hering oder Forelle sowie Thunfisch ohne Öl) und Fisch-Flockenfutter ernährt werden. An pflanzlicher Kost kann man klein geschnittene Gurke, Tomate oder Paprika füttern. Eine Laubeinstreu aus Eichen-, Buchen- oder Seemandelbaumlaub kann ebenfalls eingebracht werden. Auch Schildkröten-Pellets werden von den Tieren gerne als Futter genommen. Zudem sollte den Tieren die Möglichkeit geboten werden, Calcium aufzunehmen (z. B. über Sepiaschulp).

Fortpflanzung und Aufzucht:  Die Geschlechter der Mangroven-Krabben lassen sich anhand der Bauchklappe bestehend aus den Segmenten des Pleons und Telsons gut unterscheiden. Während Weibchen eine breite, fast den kompletten „Bauch“ umfassende Klappe aufweisen, sind die Bauchklappen des Männchens deutlich schmaler und erscheinen dreieckig bis T-förmig. Die Tiere benötigen für ihre Fortpflanzung Salz- bzw. Brackwasser in dem die frei-schwebenden Entwicklungsstadien der so genannten Zoea-Larven heranwachsen.

Terrarium: In einem Terrarium von 60x40x40 cm kann man eine kleine Gruppe von 5-6 Tieren halten, wobei man darauf achten sollte, dass das die Anzahl der männlichen Tiere nicht die der Weibchen übersteigt, da die Männchen teils territorial sind und sich kleine Reviere erkämpfen. Die Terrarien brauchen keinen großen Wasserteil, da die Tiere überwiegend terrestrisch leben. Dennoch sollte man den Tieren eine Schale mit Süßwasser zur Verfügung stellen in der sie ihren Feuchtigkeitshaushalt besser regulieren können. Das Terrarium für M. notophorum sollte am besten mit einer kleinen Schale Salzwasser ausgestattet sein da diese Tiere vorwiegend in Strandnähe vorkommen. Wasserschalen sollten mit Ein- und Ausstiegshilfen versehen sein, da sonst die Gefahr des Ertrinkens der Tiere besteht. Der Bodengrund (Terrarienerde, Sand, Kokoskumus oder eine Mischung aus allen Bestandteilen) sollte so hoch eingebracht sein, dass sich die Tiere darin problemlos eingraben und ihre Höhlen anlegen können. Eine abwechslungsreiche Strukturierung mit Ästen, Körkröhren, Rindenstückchen, Laub und Moos fördert die Sicherheit der Tiere durch ausreichende Rückzugsmöglichkeiten. Zudem sollte das Terrarium ausbruchsicher sein, da die Tiere ausgezeichnete Kletterer sind. Die Silikonnähte innerhalb der Terrarien reichen hierfür aus. Die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Terrarien kann durch tägliches Sprühen mit Frischwasser erzielt werden. Die Temperaturen sollten den Herkunftsgebieten der Tiere entsprechen (20° - 27° C).

 


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