Gecarcinus quadratus

Care-Sheet Halloween-Krabben der Gattung Gecarcinus

Gecarcinus ruricola
Dieses Care-Sheet dient zur ersten und allgemeinen Orientierung über diese Tiere und ist keineswegs als alleinige Information für alle Arten zu verwenden. Für detaillierte Informationen verweisen wir Sie auf folgende Bücher: Krabben-Fibel und den Taschenatlas Wirbellose

Ordnung: Die hier vorgestellten Halloween-Krabben (Gecarcinus lateralisOrange Halloween-Krabbe und Gecarcinus quadratusLila Kalloween-Krabbe) zählt man zu der Ordnung der Zehnfußkrebse (Dekapoda), wo sie wiederum in die Teilordnung der Echten Krabben (Brachyura) und die Familie der Landkrabben (Gecarcinidae) eingeordnet sind.

Verbreitung: Halloween-Krabben haben ihr Verbreitungsgebiet in der Karibik. Einzelne Populationen findet man auch im Gebiet von Florida, Kuba sowie den Bahamas. Halloween-Krabben bewohnen dort Sandstrände oberhalb der Flutlinie, Wälder und Mangroven, wo sich vor allem von Laub ernähren und eine wichtige Rolle als Zersetzer im Ökosystem spielen. Halloween-Krabben haben sich stark an das Leben an Land angepasst. Die Häutung erfolgt in selbst gegrabenen Höhlen an Land und ihre Kiemen sind zudem kaum noch in der Lage, unter Wasser ausreichend Sauerstoff aufzunehmen. Somit können diese Tiere regelrecht ertrinken, wenn sie zu lange unter Wasser gelangen. Dennoch sind sie für die Entwicklung auf Salzwasser angewiesen. Dort weisen sie aufgrund der schwankenden Salinität der Brandungsregion eine starke Salztoleranz auf.

Lebenserwartung: Halloween-Krabben können  10 Jahre und älter werden.

Körpergröße: Der Carapax (Panzer) dieser Tiere wird bis zu 10 cm breit, es gibt hier jedoch auch Ausnahmen, welche eine größere Carapaxbreite aufweisen können.

Aktivitätsphase: Halloween-Krabben sind scheue Pfleglinge, die eine versteckte Lebensweise pflegen und sich meist in ihren Behausungen aufhalten, welche sie nur zur Nahrungsaufnahme verlassen.

Nahrung: Halloween-Krabben sind Allesfresser (omnivor) und können daher mit verschiedenen Insekten (tote Heimchen und kleinen Heuschrecken), Regenwürmern, Fisch-Stücken (von Speisefischen wie Hering oder Forelle sowie Thunfisch ohne Öl) und Fisch-Flockenfutter ernährt werden. An pflanzlicher Kost kann man klein geschnittene Gurke, Tomate oder Paprika füttern. Eine Laubeinstreu aus Eichen-, Buchen- oder Seemandelbaumlaub kann in einer Ecke des Terrariums ebenfalls eingebracht werden. Auch Schildkröten-Pellets werden von den Tieren gerne als Futter genommen. Zudem sollte den Tieren die Möglichkeit geboten werden, Calcium aufzunehmen (z. B. über Sepiaschulp).

Fortpflanzung und Aufzucht:  Die Geschlechter der Halloween-Krabben lassen sich anhand der Bauchklappe bestehend aus den Segmenten des Pleons und Telsons gut unterscheiden. Während Weibchen eine breite, fast den kompletten „Bauch“ umfassende Klappe aufweisen, sind die Bauchklappen des Männchens deutlich schmaler und erscheinen dreieckig bis T-förmig. Die Tiere benötigen für ihre Fortpflanzung Salz- bzw. Brackwasser in dem die frei-schwebenden Entwicklungsstadien der so genannten Zoea-Larven heranwachsen. Die Entwicklung zur Jungkrabbe dauert circa vier Wochen.

Terrarium: In einem Terrarium von 100x50x50 cm kann man eine kleine Gruppe von 2-4 Tieren halten, wobei man darauf achten sollte, dass das die Anzahl der männlichen Tiere nicht die der Weibchen übersteigt. Die Terrarien brauchen hier keinen großen Wasserteil, da die Tiere überwiegend terrestrisch leben. Dennoch sollte man den Tieren eine Schale mit Süßwasser zur Verfügung stellen in der sie ihren Feuchtigkeitshaushalt besser regulieren können. Diese sollte mit Ein- und Ausstiegshilfen versehen sein, da sonst die Gefahr des Ertrinkens der Tiere besteht. Der Bodengrund (Terrarienerde, Sand, Kokoskumus oder eine Mischung aus allen Bestandteilen) sollte später so hoch eingebracht sein, dass sich die Tiere darin problemlos eingraben und ihre Höhlen anlegen können. Eine abwechslungsreiche Strukturierung mit Ästen, Körkröhren, Rindenstückchen, Laub und Moos fördert die Sicherheit der Tiere durch ausreichende Rückzugsmöglichkeiten. Zudem sollte das Terrarium ausbruchsicher sein, da die Tiere ausgezeichnete Kletterer sind.

Einer Vergesellschaftung mit anderen Gattungen ist abzuraten.

 


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